Von der Raupe zum Schmetterling
Juni 20 - Mein Buch & Corona

Ulrika'S...

Blog - Ulrika Schöllner

Buch und Corona

Zeit - Herzblut - Erfolg -  Anerkennung - Wehmut

Man schreibt ein Buch entweder für sich selbst oder man möchte es erfolgreich an die Leser bringen.

Auf mich trifft beides zu, zuerst schrieb ich nur für mich, quasi als Tagebuch, dann wurde daraus die Buch-Idee. Und ja, wenn man das ernst nimmt und gut machen möchte, steckt man da sehr viel Energie, Zeit und Herzblut hinein. Ist man fertig, kommt das Entscheidende – einen Verlag finden. Ist man keine bekannte Persönlichkeit, Star oder Sternchen, und hat noch nie ein Buch geschrieben, ist das DIE Herausforderung.

Der Buchmarkt schielt nur noch nach Masse, und die garantieren nur bekannte Persönlichkeiten und Mainstream-Themen, und natürlich Berufs-Schriftsteller und Vertrags-Autoren, damit die großen Verlage. Kleine Verlage haben es dort extrem schwer, Bücher kommen nur selten auf den Ladentisch in den Buchläden, sind nur Online verfügbar. Mein Thema und ich waren natürlich weder Mainstream-Thema, noch bin ich eine Berühmtheit, Folge – kleiner Verlag, keine Buchläden, nur Online-Präsenz, wenn auch auf allen bekannten Kanälen. Somit sind Lesungen, Vorträge, Interviews u.a.m. wichtige Bausteine für die Vermarktung.

Doch soweit so gut, denn ich war glücklich einen Verlag gefunden zu haben. Etwa 300.000 Neuerscheinungen gibt es pro Jahr, das wirft ein ungefähres Bild auf den Markt.


Doch so gut, wie alles zunächst begann, erste erfolgreiche Lesung, erste Interviews in lokalen und Überregionalen Zeitungen, tolle Reaktionen – die Freude währte nur kurz, dann schlug Corona wie eine Bombe ein und atomisierte alle Pläne.


Ja - Corona hat auch hier alles verändert. Oh, ganz sicher gibt es viel schlimmere Schicksale, ich „jammere“ auf hohem Niveau. Dennoch hat es mich emotional stark getroffen. Wie gesagt, es steckt viel Herzblut drin, und man schreibt nicht fortlaufend Bücher, wenn man kein Schriftsteller ist, es war vielleicht ein einmaliges Werk. Da trifft es schon ins Herz, wenn plötzlich alles abgesagt wird, die Buchmesse Leipzig ausfällt, damit auch die Lesungen in Leipzig, und alle anderen geplanten Lesungen ebenfalls ins Wasser fallen.

Das Problem dabei ist – es ist nicht nachholbar, nicht aufholbar.

Wann auch immer die nächste Buchmesse kommt, es ist dann keine Neuerscheinung mehr, der Zug ist abgefahren. Und Buchlesungen werden auf absehbare Zeit, selbst wenn sie wieder stattfinden, auch anders aussehen. Wer will schon gern unter den aktuellen Auflagen eine Lesung besuchen…

Ganz abgesehen davon, dass bei den Abstands-Vorgaben in den meisten Buchläden die Platz-Kapazitäten straff nach unten nivelliert werden, damit die Lesungen finanziell noch weniger lohnenswert werden für die Buchläden.


Mein Hals schwillt definitv mächtig an, wenn ich daran denke, welches Klima der Angst und Hysterie Medien und Politik geschaffen haben, welchen "Vernichtungsfeldzug" gegen die deutsche Wirtschaft im Großen, wie im Kleinen sie entfacht haben, welche Folgeschäden für die Gesundheit allgemein, die Politik im Namen eines Virus, das in meinen Augen völlig überbewertet wird, in Kauf nimmt - ausgelöst durch die WHO. Uns alle schädigt das mehr oder weniger, mehr als es uns vor etwas schützt, zumindest bestrifft es uns alle stark.


Nun, ich hatte nie einen kommerziellen Erfolg angestrebt, aber wenn es denn getan ist, dann möchte man es doch gern unter die Leser bringen, Ja, die ersten Events ließen doch auch das Ziel des Verkaufserfolges aufkeimen. Ein wenig züngelt auch die Flamme der Extrovertierten, eine exhibitionistische Ader in mir, das gestehe ich gern. Und die kommt dank Corona definitiv zu kurz.

Ich kann die Situation nicht ändern, es ist, wie es ist. Ich bin beruflich erfolgreich, in meiner Branche wirkt Corona nicht so stark, insofern habe ich keine existenziellen Probleme – insofern ist alles gut für mich.

Aber etwas Wehmut bleibt dennoch zurück…


Da ist es etwas Balsam auf die Seele, wenn doch ab und an ein Verlag oder eine Zeitschrift um ein Interview bitten, und so etwas Werbung für das Thema und mein Buch gemacht wird.

Ein großes Projekt ist noch in der Pipeline, auf das ich mich sehr freue, auf das ich gespannt bin – und die Aussichten steigen seit Ende Mai deutlich, wenn auch nicht im vollen geplanten Umfang, dank... naja, Sie wissen schon.

Darüber zu gegebener Zeit mehr…


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