Von der Raupe zum Schmetterling
Nov 25 - Quo vadis DE - quo vadis Ulrika

Quo vadis DE - quo vadis Ulrika?

Ende der Zurückhaltung?

So langsam gewinnt wieder die Einsicht die Oberhand, dass ich mich nicht auf Dauer in meinem selbstgewählten Exil verstecken kann und will. Ich spüre es schon seit mindestens 1 Jahr, doch viel Arbeit an meinem neuen zu Hause, und natürlich die allseits gut bekannte Bequemlichkeit hatten mich noch gehalten.

Doch jetzt ist auf der privaten Seite etwas Ruhe eingekehrt, und auf der politischen Seite beuteln mich die Ereignisse, die Absurdität dieser Regierung (unsere vermeide ich bewußt), der rasante Niedergang Deutschlands, sowie die offenkundige Lähmung der Gesellschaft jeden Tag auf’s Neue.

Also – was bedeutet das? 3 Jahre Aktivpause sind genug, auch wenn sie nötig waren. Das Ende der aktiven Zeit im Jahr 2022 zu C-Zeiten war heftig, sie hat viel Zeit und Kraft gekostet, die Zahl der Strafanzeigen wegen absurdester Delikte (von Volksverhetzung, Antisemitismus, Hollocaust-Verharmlosung bis zum Tragen von Zeichen terroristischer Gruppen), war spürbar gestiegen, obwohl sie letztlich allesamt eingestellt wurden. Die vielen Demos, dabei zusehen zu müssen, wie wir weniger statt mehr wurden, waren Kraftzehrend.

Raus aus der Komfortzone, wieder aktiv werden, mich einbringen, so gut ich das vermag. Ich spüre, dass daran kein Weg vorbeiführt.

Die letzten 3 Jahre waren natürlich keine Faulpelzzeit, sie waren eine Zeit des sich Finden, des Nachdenkens und Analysieren. Was haben wir/ich getan, was haben wir/ich nicht getan, was hätten wir/ich tun sollen/können?

Das ist jedoch nur ein Aspekt, wenn auch sehr wichtig.

Der wichtigere Aspekt ist das, was mich auch schon zwischen 2020-22 bewegt hat. Wogegen wir waren, war ziemlich eindeutig, was wir nicht wollten, war also klar. Doch nur Wenige haben sich auch damit beschäftigt, was wir denn künftig wollen. Nicht ganz richtig, auch das war für Viele noch klar. Doch die entscheidende Frage, was die richtigen Wege, Methoden und Strukturen dorthin sind, die war und ist ziemlich verschwommen oder strittig in meiner Wahrnehmung. Gern täusche ich mich hier.

Wir konnten schon am Ende der C-Zeit sehen, wie sich einiges wieder spaltete im Folgethema „Klimakrise“, und noch stärker im Thema Ukraine/Russland. Das ist auch nichts Verwerfliches, eher Normalzustand. Illusorisch waren vielmehr die Gedanken Einiger, nur weil wir bei C zusammen standen, wird das auch bei Folgekonflikten der Fall sein. Das neue schwarz-weiß Denken wurde auch hier gut sichtbar, selbst unter den Kritikern, den vermeintlich Aufgewachten – kann ich nicht mehr hören!

Über die Gründe kann man trefflich streiten, doch das soll nicht das Thema hier sein, obgleich sich ein dünner roter Faden letztlich durch alle Themen unserer Zeit zieht.

Wo beginnen, ist die Frage, die Fragen sind so vielschichtig, die möglichen Antworten noch viel mehr.

Ich beginne mit einem Kurzresümee seit 2021. Das ist nötig, um meine Sichtweisen zu erkennen, evtl. zu verstehen, und so auch in der Lage zu sein, meine Intentionen und Ziele richtig einordnen zu können.

Dem folgen:

- Meine politische Vita

- Was geschah seit 1991, damit all das möglich wurde?

- Wie weiter?

- Welche Wege haben wir?


Kurzresümee

Bereits im Jahr 2021 habe ich, viele andere auch, vorhergesehen, dass C nicht wirklich beendet werden wird/kann. Zu viele hatten mitgemacht, sich schuldig gemacht. Keiner, oder fast Keiner würde daher Interesse am Ende oder gar einer Aufarbeitung haben – genau so kam es bisher auch.

Wir sagten, danach wird man nahtlos in eine neue Dimension des „Klimahypes“ hochschalten, wird Methoden aus C übernehmen. Die Menschen dürfen keine Pause zum Luft holen bekommen, die Dauerbeschäftigung muss anhalten – es kam so, wenn auch nicht exakt so. Die Überziehungen waren so grotesk, dass zunehmend Menschen begriffen, dass hier eine Inszenierung stattfindet. Seit Trump wird das noch deutlicher.

Wir sagten, dass all das in dauerhafte diktatorische Strukturen führen wird, C nur die Testphase sein wird – wir sehen genau das.

Und die dritte Stufe der Vorhersage, dass man alles in einen Krieg enden lassen wird, in dem letztlich alle vorherigen Krisen und Schuld versickern wird, startete 2022 in der Ukraine. Wo es enden wird, ist noch ungewiss.


Meine politische Vita

Wir waren alles andere als Hellseher, oder irgend eine andere Besonderheit. Ich, für andere kann ich nicht sprechen, bin ein normaler Mensch auf dieser Erde, entsprungen einem weitgehend harmonischen und intelligenten Elternhaus, gesegnet mit einer glücklichen Kindheit und ausgestattet mit einer vernünftigen Ausbildung in Ostdeutschland. Was meinen Lebensweg vielleicht unterscheidet, ist die Konfrontation mit Politik bereits in meiner frühen Jugend.

Mein Vater war glühender Kommunist, und ich erkannte mit ca. 13-14 J., dass da Theorie und Praxis wenig miteinander zu tun hatten. Hinzu kam das Glück eines weltoffenen Elternhauses auf Grund der Position meines Vaters als Prof. f. techn. Chemie und Direktor der Sektion Chemie an der Uni in Leipzig. Er hatte das Privileg, den Käfig Ostblock beruflich jederzeit verlassen zu können. Das eröffnete mir schon früh Diskussionen mit Gästen meines Vaters aus der ganzen Welt auch bei uns zu Hause. Wahrscheinlich war das von unschätzbarem Wert für mich und meine politischen Sichtweisen.

Ich engagierte mich ab 1985 politisch im „Untergrund“ – klingt gewaltig, meint aber nur die heimliche Tätigkeit im Umweltthema um Leipzig herum, um die Stasi nicht aufzuwecken. Später folgte mein Weggang aus der DDR 1987.

Dem folgten das Fuß fassen in der neuen Welt, was beruflich schnell und u gelang. Es brauchte jedoch nur wenige Jahre, um zu erkennen, dass ich nun zwar freier lebte, in Bayern dazu in Sachen Umwelt ein Quantensprung zu Leipzig, doch auch im Westen schon damals viele Probleme schlummerten, für die Masse fast unsichtbar. So waren auch jahrelang die Reaktionen der Westdeutschen Freunde und Bekannten, wenn ich auf solche Themen zu sprechen kam. Die Eskalation kam dann 2020, und ich erkannte sofort, was da drohte, die "Schweinegrippe" von 2009 war sofort präsent. Nach nur wenigen Monaten des Entsetzens entschied ich mich, wieder politisch aktiv zu werden. Die großen Demos, selbst organisierte kleine lokale Demos, die Mitwirkung beim Aufbau des Projektes "Demokratie Jetzt - Freie Direktkandidaten" und die Mitwirkung in dieBasis. Das gipfelte in meiner damals sicher etwas naiven, aber von Hoffnung und Willen getragenen Kandidatur zur BT-Wahl 2021. Einmal als unabhängige Direktkandidatin im Wahlkreis Leipzig II - meinem Herzensprojekt, und der Kandidatur auf der bayerischen Liste der neuen Partei dieBasis - etwas gehemmt. Eine gewaltige Kraft- und Zeitaufgabe. Doch 6 Wochen Wahlkampf in Leipzig auf der Straße waren höchst spannend.

Diese zuvor benannte DDR-Erfahrung ist wohl auch ein wichtiger Aspekt bei der Frage, warum Manche etwas erkennen, Andere nicht. Unsere Antennen waren noch auf Empfang, waren sensibler, wir konnten gesellschaftliche Gefahrensignale wohl eher deuten, als die 40 Jahre länger manipulierten und eingeschläferten Westdeutschen. Aufschrei? Ja, wir wurden auch manipuliert, nur mit dem Unterschied, dass wir mehrheitlich darum wußten! Wo wirkt Manipulation wohl besser?

Das nur als kleiner Einblick in meine Grundlagen.


Was geschah seit 1991, damit all das möglich wurde?

Warum konnten viele Menschen schon 2020/21 erkennen, wo der Weg der Politik lang führen wird? Es sind politische Muster, es sind methodische Muster, es sind Sprachmuster, die wir seit langen Jahrzehnten immer wieder sehen können. Sie sind nicht identisch, doch sie gleichen sich, angepasst an die Zeiten.

Und die Regierenden wissen das ganz genau. Nicht umsonst reagierten sie zu C-Zeiten am brutalsten auf Gleichnisse mit Methoden aus der NS-Zeit. Nichts war für sie gefährlicher, als die Erkenntnis, dass Menschen durchschauen und es benennen, dass die Regierung wegen einer Plandemie Methoden und Sprachmuster der Unterdrückung aus der NS-Zeit anwendet.

Die daraus erwachsene Gefahr, die Menschen könnten mit diesen Erkenntnissen noch viel weiter ins Denken kommen, dabei Schritt für Schritt weitere Lügen und Konstrukte erkennen, Wahrheiten erkennen, die ihnen seit Ewigkeiten verheimlicht werden, war die Grundlage für alles weitere Handeln.

Die Grundlage der heutigen gesellschaftlichen Verhältnisse im „freien Westen“ beruhen auf uralten Mustern des Machterhaltes und der Unterdrückung von Wahrheit, der Einschüchterung der Masse. Gustave le Bon hat es vor über 130 J. In „Psychologie der Massen“ sehr zutreffend beschrieben, und nichts hat sich prinzipiell daran geändert. Nur die Methoden wurden verfeinert, angepasst an die Möglichkeiten unserer Zeit.

Genau so sagte es übrigens Bärbel Bohley - ehemalige DDR-Bürgerrechtlerin – schon 1991 in einem Gespräch mit Chaim (Hans) Noll voraus.

„Das ständige Denunzieren wird wiederkommen. 

Das ständige Lügen wird wiederkommen. 

Alle diese Untersuchungen, die gründliche Erforschung der Stasi-Strukturen, der Methoden, mit denen sie gearbeitet haben und immer noch arbeiten, all das wird in die falschen Hände geraten. Man wird diese Strukturen genauestens untersuchen – um sie dann zu übernehmen.

Man wird sie in der Bundesrepublik ein wenig adaptieren, damit sie zu einer freien westlichen Gesellschaft passen. Man wird die Störer auch nicht unbedingt verhaften. Es gibt feinere Möglichkeiten, jemanden unschädlich zu machen. Aber die geheimen Verbote, das Beobachten, der Argwohn, die Angst, das Isolieren und Ausgrenzen, das Brandmarken und Mundtotmachen derer, die sich nicht anpassen – das wird wiederkommen, glaubt mir.

Man wird Einrichtungen schaffen, die viel effektiver arbeiten, viel feiner als die Stasi. Auch das ständige Lügen wird wiederkommen, die Desinformation, der Nebel, in dem alles seine Kontur verliert.”


Seit C sehen wir die fast tägliche Zunahme dieser Mechanismen. Angst, Panik, Einschüchterung, Faktenverdrehungen, Missbrauch der Wissenschaft, eine schlechte Nachricht aus der ganzen Welt jagt die Nächste – völlige Überlastung der psychischen Kapazitäten der Menschen. Sorge um Arbeitsplatz, sozialer Abstieg, permanente Inszenierung von Brot & Spiele im Fernsehen, die an Blödheit kaum noch zu toppen ist, unreflektierter dauerhafter Medienkonsum u.v.a.m.

Das ist die gesellschaftliche Gemengelage, die die Masse der Menschen gefangen hält, ihnen keine Zeit zum Nachdenken gibt,

sie andauernd beschäftigt, ihnen neue äußere und innere Feindbilder suggeriert, und damit ihre Macht sichert. Letztlich alles für die Megaprofite der gigantischen Tech-, Pharma- und Rüstungskonzerne.


Das alles kam nicht zufällig, ist nicht Teil einer vermeintlich plötzlich komplexer gewordenen Welt. Es ist entstanden und gewachsen in einem gewaltigen, aber dennoch recht leisen Umbruch der Jahre 1991-2000 (+/-).

Nach dem Ende des Kalten Krieges kam nicht die von fast allen erwartete und erhoffte neue weltweit friedliche Zeit. Nein, es war die Jubelzeit der Großkonzerne, besonders aus den USA, die in dieser Zeit die Welt neu aufteilten, denn der störende Ostblock war verschwunden. Dabei wurde u.a. in Deutschland die soziale Marktwirtschaft durch anglo-amerikanische Strukturen ersetzen, mit Hilfe von durch sie gegründeten NGO’s (Non Government Organizations) und sogenannten Philanthropen wie B. Gates oder G. Soros weltweit ihren Einfluss direkt oder indirekt über internationale Organisationen, wie UN, WHO, EU u.a. auf Politiker und Regierungen massiv erhöhten. Der verheerenden ökonomischen Globalisierung folgte somit fast stillschweigend die politische Globalisierung. Die bedeutete jedoch nichts anderes als die Korrumpierung der Politiker und Entmachtung nationaler Regierungen.

Aktuell stehen wir kurz vor dem Gipfel dieser Entwicklung.

Diese Verschmelzung von Politik und Großkonzernen nennt man Kooperatismus. Mit Kapitalismus, wie man das von vielen einfältigen Linken hört, hat das wenig bis nichts zu tun. Alte echte Linke wußten noch davon, nannten es Staatsmonopol-Kapitalismus.

Dieses Konstrukt, verbunden mit totalitären Strukturen, wie wir sie seit C zunehmend sehen, nennt man… Faschismus - oops.

Jawohl, genau das war Mussolinis feuchter Traum von Kooperatismus/Faschismus, er würde heute Luftsprünge ausführen.

Das Erkennen dieser Entwicklung und dieser Muster war die banale Grundlage für die Fähigkeit, mit Ausbruch der C-Plandemie nicht nur selbige zu erkennen, sondern auch zu erkennen, wo diese Entwicklung hinführen wird. Es ist letztlich banale politisch-ökonomische Logik.

Soweit mein Blick auf die letzten Jahre und ihre Entwicklungen.

Nun noch ein kurzer Blick nach vorn, auf Dinge, die auf uns zu rollen aus meiner Sicht. Und nein – schöner wird’s nicht…


National sehen wir eine Regierung, die alle Befürchtungen der letzten Jahre sprengte, die mit dem Lügenbaron Merz als Kanzler-Darsteller selbst die rot-grüne Chaostruppe fast noch professionell aussehen lässt. Wir sehen einen rasanten Absturz der deutschen Industrie, besonders dem Mittelstand – alles andere als Zufall.

Wir sehen Zustände in fast allen deutschen Institutionen, von Gesundheit bis Verwaltungen, die ein Bild von „Nichts geht mehr“ suggerieren. Ein Aspekt ist ein gigantischer Krankenstand – wie überraschend nach der „Impf“-Orgie.

Die weiteren Themen sind nicht weniger massiv:

- Zusammenbruch der Sozialsysteme

- ausufernde Verschuldung auf allen Ebenen

- stranguliererndes und demotivierendes Steuersystem

- Vernichtung des Mittelstandes

- Aushöhlung des Rechtsstaates, Ende der Gewaltenteilung

- eine absurde "Wokeness" und Gender-/Transgender-Ideologie

- Klimaideologie des "menschengemachten" Wandels

- Kollaps des Gesundheitssystems

- Kollaps des Rentensystems

u.v.a.m.

 

Wir sehen Methoden und Sprachmuster der selbsternannten „Demokraten“, die frei gewählte Abgeordnete heute nach Gutdünken beschimpfen, ignorieren, ausgrenzen, oder gar in der Ausübung ihrer Mandate hindern, sie einfach per Beschluss wieder aussondern – Wahl quasi annuliert.

Wir sehen weiter Skandalurteile noch immer gegen C-Kritiker, oft Ärzte oder Anwälte.

Wir sehen weiterhin Medien, die ihren Auftrag längst verraten haben und zu Gehilfen des Staates mutiert sind.

Wir sehen einen absurden „Kampf gegen rechts“, der, wenn überhaupt, nur ein Kampf gegen rechtsextrem sein dürfte. In diesen werden alle verfügbaren Verbände, Institutionen und staatl. Behörden mit allen verfügbaren Mitteln eingespannt - alles im Namen „unserer Demokratie“.

So wie es bei C plötzlich Usus wurde, die Wissenschaft zu singualisieren - „die Wissenschaft“ -, die es per se nicht geben kann, so wird nun Demokratie einer Gruppierung zugeordnet, nämlich der, die sich für einzig wahr und legitim betrachtet.

Alle anderen sind Feinde und Delegitimierer, Majestätsbeleidigung kommt de-facto obendrauf.

Grundlage all dieser Szenarien ist eine grenzenlose Spaltung der Gesellschaft, eine Abschaffung aller offenen Diskursräume, eine Stigmatisierung Andersdenkender, und eine moralische Selbsterhöhung der Vertreter „unserer Demokratie“, die bisher einmalig ist.

Die Gesell. Ist derart massiv gespalten, das einem oftmals Angst und Bange werden kann. Es gibt nur noch schwarz-weiß, rechts-links, falsch-richtig. Alle Grautöne, jedes Mittelmaß hat sich aufgelöst, bzw. wurde aufgelöst.

Nach außen sehen wir ebenso einen fatalen Absturz Deutschlands in die Bedeutungslosigkeit. War deutsche Diplomatie besonders in Zeiten des Kalten Krieges überall geschätzt, so haben die letzten 3 Außenminister von Maas über Baerbock bis Wadephuhl DE der Lächerlichkeit preisgegeben.

All das wird für die kommenden Dekaden extrem negative Auswirkungen haben, nichts davon ist mal eben durch Personenwechsel zu korrigieren.


Wie weiter?

So, auch wenn ich über Ursachen und Entwicklungen noch lange schreiben könnte, das Thema ist ja eigentlich das „wie weiter“?

De Mehrheit der Deutschen glaubt noch immer, dass man Änderung/Verbesserung erreicht, in dem man beim nächsten mal eine andere Partei aus dem gleichen Zirkus wählt – AfD natürlich ausgenommen. Die wurde medial derart verunglimpft, dass man nicht einmal von Vergleichen zur NSDAP zurückschreckt. Alle Logik und geschichtliche Perfidität dabei natürlich ausgeschlossen. Ein Blick ins Parteiprogramm, Zuhören bei Reden, und ein Vergleich dazu mit dem Programm der Union vor 15-20 Jahren und deren Reden damals, würde sofort erkennen lassen, da gibt es fast keinen Unterschied. Nicht die AfD ist also extrem, sondern die politischen Koordinaten der Republik haben sich extrem verschoben – extrem nach links.

Doch dieses Wechselspiel der Parteien erfolgt nun seit Jahrzehnten, und nie hat sich etwas grundlegend verbessert. Wie sagte mal Einstein sinngemäß… das Gleiche immer wieder zu tun, und eine Änderung zu erwarten, grenzt an Wahnsinn.

Nein, der Fehler liegt nicht an der oder jener Partei, der oder dem Politiker, sondern die Parteien in diesem heutigen Parteiensystem sind das Problem. Parteien haben in den letzten Jahrzehnten das Parlament und die Demokratie gekapert.

Ok, wir haben das System seit 1949, und es hat bis in die 90er Jahre halbwegs gut funktioniert. Kann es also per se falsch sein?

Ja, die Änderung liegt in der allgemeinen Änderung der Gesellschaft, und den Motivationen für politisches Engagement.

Was auch immer ihre Fehler waren, egal ob sie Brand, Strauß, Schmidt, Wehner, Genscher oder Kohl hießen, auch noch bis Schröder. Sie hatten ehrenhafte Gründe und oft starke persönliche Motive nach dem Krieg, um politisch aktiv zu werden. Sie kamen mitten aus dem Leben, hatten intensive Lebenserfahrungen. Sie wollten ein neues friedliches und wirtschaftlich starkes DE aufbauen, was auch erreicht wurde. Auch wenn sie sich zofften im Bundestag, in der Sache völlig konträr lagen, sie konnten und wollten sich auch danach in die Augen sehen.

Mit der 68er Generation, und den daraus erwachsenen Grünen änderte sich das Bild massiv. Ihr Umwelt-Motiv habe ich ihnen von Beginn an nie abgenommen, es war ein geschicktes Alibi. Es waren und sind Kommunisten und Maoisten, die die Gesellschaft massiv verändern wollten und es leider auch schafften - Marsch durch die Institutionen.

Heute sehen wir ein Parlament, gefüllt mit Menschen, die teilweise erschreckende Lebensläufe haben. Viele kamen direkt aus der Schule – abgeschlossene Ausbildung oft fraglich - über Jugendverbände der Parteien via Zweitstimme in den Bundestag. Keinerlei praktische Lebenserfahrung im wirtschaftlichen Leben oder eigener Familienversorgung. Sie wurden nie direkt gewählt, wären im normalen Leben eher unter ALG- oder Hartz-IV Empfängern zu suchen. Definitiv würden sie niemals die Gehälter in der Privatwirtschaft erhalten, wie in der Politik. Es ist quasi eine Dümmsten-Auslese, die heute stattfindet. Und das Hauptinstrument dafür sind die Listenplätze der Parteien bei Wahlen, befüllt via Zweitstimme.

Im Kontext der zuvor geschilderten globalen Veränderung, dem gewaltig gewachsenen Lobby-Einfluss der Konzerne im Parlament und der EU, haben wir es somit mit einem riesigen Filz an Korruption zu tun. Kann der reformierbar sein?

Einzig die AfD sticht hier heraus, und teilweise FDP und Union.

Was also können wir aus dieser Konstellation heraus von einem weiter-so im System erwarten?

Von mir ein klares: Nichts!

Dieses System ist nicht mehr reformierbar, der „Point of no return“ ist überschritten, national und in der EU.


Welche Wege sind möglich?

Was also sind die möglichen Wege hier heraus?

Der Schnellste:

1-2 Mill. Menschen gleichzeitig in Berlin auf die Straße im Regierungsviertel, und dort bis zur Aufgabe der Regierung alles blockieren.

Wahrscheinlichkeit? Grenzwert Null – nicht mit den Deutschen…

Der wahrscheinliche, doch mit vielen Fallstricken versehene in 2 Varianten:

Dieses Gruselkabinett mit dem Lügenkanzler an der Spitze überlebt nur 1 Jahr ihrer Amtszeit in dieser Konstellation, sprich Koalition mit der SPD.

1. Sie bildet eine Minderheitenregierung, und arbeitet mit wechselnden Mehrheiten. Wiederum würde Merz seine Versprechen, diesmal zu den eigen Truppen und linken Unterstützern brechen – die Brandmauer wäre obsolet.

Hier wird ein unheilvolles Gebräu an innenpolitischer Lage entstehen im links-grünen Bereich. Auch für die AfD wäre es ein gefährliches Pflaster. Sie würde sinnvollerweise oft pragmatisch zustimmen, damit überhaupt etwas vorwärts geht im Land, würde dabei aber fast immer einen Teil ihrer eigenen Ideen und Ziele verraten – Ausgang ungewiss.

2. Sie macht das schier unfassbare in linker Sichtweise, und bildet eine Koalition mit der AfD.

Hier gilt das Gleiche, wie zu Punkt 1 in allen Facetten – Ausgang ungewiss

Der vermeintlich beste und sicherste:

50% wählen die AfD, es reichen wahrscheinlich 43-44% zur Stimmenmehrheit.

Die AfD könnte den Spuk beenden, könnte neu starten, und hätte tatsächlich eine gigantische Aufgabe vor sich. Nicht nur in der Sache. Sie müsste auch mit der manipulierten, dann wahrscheinlich final aufgeputschten Masse des links-grünen Bereiches bis ins Unionslager hinein zurecht kommen. Ein gigantischer innenpolitischer Spagat zwischen Durchsetzung der Ziele und Wahrung der inneren Ruhe.

Ganz davon abgesehen, dass sich dann zeigen wird, wo die AfD, oder besser die Führung der AfD, wirklich steht. Zeigt sie Rückgrat, steht sie zu ihren Versprechen im Rahmen des real Machbaren, oder werden die Dauer-Skeptiker recht behalten, die auch die AfD als Teil des Systems betrachten – kontrollierte Opposition sei hier als Stichwort genannt.

Der Blick in die Glaskugel ist mir leider verwehrt. Ich habe die Hoffnung, die AfD würde theoretisch, und soweit machbar, auch praktisch zu ihren Plänen stehen. Doch wie sie mit den wahrscheinlich ausbrechenden Revolten des mächtigen links-grünen Bereiches der Gesell., auch in den Medien, zurechtkommen kann, das übersteigt derzeit meine Vorstellungskraft, ahnen würde ich wenig Gutes.

Bleibt die letzte Version – der langwierigste, aber letztlich einzig kluge und nachhaltige Weg zur völligen demokratischen Erneuerung der Gesellschaft.

Ende der Parteienmacht durch Freie Direktkandidaten:

Innerhalb unseres Wahlrechts, innerhalb des Grundgesetzes, völlig ohne Revolte, wahrscheinlich selbst ohne links-grüne Aufschreie auf Grund völliger demokratischer Überrumpelung, wählen die Bürger mit ihrer Erststimme keine Partei-Direktkandidaten mehr, sondern freie unabhängige Direktkandidaten, die nur ihren Wählern, deren Auftrag, ihrem eigenen Gewissen und dem Grundgesetz verpflichtet sind.

Worin werden sich diese Kandidaten unterscheiden?

Sie werden keine Berufspolitiker mehr sein, sondern zeitweise Abgeordnete für eine definierte Periode (5-6 J. wären optimal), die in Projektarbeit, in Fachgruppen kompetent und frei von Lobbyismus zum Wohle der Bürger arbeiten.

Sie werden verantwortlich sein für ihr Handeln,

Sie werden abrufbar sein, sollten sie ihr Amt missbrauchen,

Sie werden in ständigem Austausch sein mit ihrem Wahlkreis,

Sie werden keinen Parteiprogrammen und Koalitionsvereinbarungen unterliegen, nur dem Auftrag der Wähler,

Die Parteien würden im besten Fall nur noch über die Zweitstimme ins Parlament einziehen, und hätten somit nur 50% aller Sitze. Ihre Machtfülle, das Durchregieren, die Kungelei über Koalitionen u.a. wäre Geschichte.

Sie müssten Mehrheiten mit all den Parteifreien Direktkandidaten suchen.

Korruption im großen Stil wäre der Boden entzogen. Soll nicht heißen, dass sie ausgeschlossen wäre, doch es ist viel schwieriger und ungewisser einzelne Abgeordnete zu bestechen, als eine ganze Fraktion/Partei, wo es reicht, die Spitze zu lancieren.

Mit dieser Situation wäre endlich der Weg geebnet für dann völlig neue Konstellationen. All das Aufgestaute, die Korruption, die Postenschieberei der Inkompetenten, das Kungeln hinter verschlossenen Türen – der ganze undemokratische Filz könnte zerrissen werden, und den Weg frei machen für eine wahrhaft demokratische Gesellschaft, jenseits der aktuellen Demokratie-Simulation, der Scheindemokratie im Gewand der „Repräsentativen Demokratie“.

Es wäre eigentlich so einfach, die Bürger müssten den Weg dahin und seine Möglichkeiten nur verstehen, und endlich klug wählen.


Keine Erststimme mehr an Parteimitglieder!

Erststimme immer an Freie Direktkandidaten!


Das wäre nur der erste Schritt, die Übergangsoption. Im zweiten Schritt würden sich Freie Direktkandidaten nicht mehr selbst ernennen und zur Wahl anbieten, wie das in der aktuellen Situation noch unumgänglich ist, sondern die Bürger würden in ihren Wahlkreisen eigenverantwortlich die besten Köpfe dafür vorschlagen und in einem geeigneten Verfahren dann den oder die Kandidatin erwählen und auf die Wahlliste setzen. Hier steckt das schwierigste Wort drin – Eigenverantwortung. Die bekommt man nicht, die muss wieder erarbeitet werden, wieder erkannt und gelebt werden. Das ist der schwierigste Prozess hierbei. Doch darum werden wir alle in Zukunft nicht kommen, wollen wir wieder in Freiheit leben.

Würde das Prinzip verstanden und umgesetzt, dann wären wir am Gipfel wahrer Demokratie angelangt.

Man wird ja noch träumen dürfen…


Das ist hier nur ein kleiner schematischer Abriss des Themas „Freie Direktkandidaten“. Ich habe das selbst 2021 zur BT-Wahl mit einigen anderen tapferen Mitstreitern bereits versucht, habe dazu bereits 2021 schon viel geschrieben und gesprochen, woran ich anknüpfen werde.


Ich habe Optionen benannt, für mich hat nur die Letzte einen Sinn.

Ob ich mich dafür erneut engagieren werde, hängt von vielen Aspekten ab, die ich gerade eruiere. Viel hat die Opposition leider nicht gelernt seit 2021. Weiterhin glauben viele engagierte Menschen an die Variante der Veränderung über neue Parteien. Es gibt immer wieder Neugründungen, die Zersplitterung nimmt weiter zu. Egal, ob Werteunion, BSW, Blaue Partei, Team Freiheit, dieBasis u.v.a.m. Dieser Weg ist für mich geradezu absurd, und dient nur dem bestehenden System. Leider scheint hier bei Vielen das persönliche Ego über dem großen Ziel zu stehen. 

Wenn ich hier positive Entwicklungen sehe, dann macht es für mich Sinn, sich zu engagieren. Ändert sich hier nichts, wird auch die Idee der Freien DK wenig bewirken können, zu wenig Kraft entwickeln können. Denn diese Vision ist weit mehr als eine neue "Partei", ein neuer Weg, es ist ein völliges politisches Umdenken. Dafür braucht es viele engagierte Menschen, viel Zeit und Ausdauer - das ist schwer genug.

Es wird sich zeigen...


Hier für Interessierte noch ein Link auf die komprimierten archivierten Ausführungen aus dem Jahr 2021 zur Bundestagswahl. Die hier gemachten Ausführungen knüpfen daran an. Sicher sind manche Aussagen von damals nicht mehr auf das Jetzt übertragbar, manches überholt, manches neu gedacht, und einiges war auch durchaus visionär gemeint (Geldsystem), jedoch prinzipiell gültig. Visionen wird man ja haben dürfen.


https://ulrika-s.de/blog/2021/politische-visionen

 


Demokratie neu verstehen, klug handeln und wählen-

damit machen wir den Weg frei für eine wahrhaft menschengerechte Gesellschaft.