Das Jahr 2025 neigt sich dem Ende zu, langweilig war es gesellschaftlich sicher nicht. Einige hatten wohl eher mehr einschneidende Ereignisse erwartet, andere etwas weniger. Es hängt vom eigenen Standpunkt ab, was einem lieber gewesen wäre.
Ich tendiere dazu, dass zu wenig Einschneidendes geschehen ist, weil damit weiter soviel Potential für dringend nötige Änderungen in der Luft liegt, was wiederum die Ungewissheit stärkt.
Und gerade die Deutschen lieben doch Vertrautheit, Gewissheit und Verlässlichkeit, auch wenn es ggf. bis zum bitteren Ende sein wird.
Ich nenne einige Beispiele, wo ich bereits 2025 mehr erwartet hätte:
1. Nach der an Absurdität nicht zu topenden Bundestags-Wahl, dem daraus resultierenden Lügen-Kanzler, und dem desaströsen Politikstil des Jahres 2025, hätte ich mehr „Aufruhr“ in DE erwartet. Doch die Duldungs-Schwelle der Deutschen steigt offenbar linear mit der desaströsen Entwicklung. Der Untertan lebt!
2. Mehr offenkundige Probleme am Arbeitsmarkt in DE. Es erscheint etwas rätselhaft, wieso die Statistik weiter relativ wenig Arbeitslose ausweist, obwohl die Insolvenzwelle rollt wie noch nie, und Auslandsverlagerungen rasant zunehmen. Anscheinend wird es, von Statistik-Manipulation mal abgesehen, noch immer abgefedert durch Fachkräftebedarf auf der einen Seite, sowie hohe Krankenstände, innere Leistungsverweigerung und Auswanderer auf der anderen Seite. Die offizielle Zahl der Auswanderer ist absurd gering, zumal alle, die weiterhin eine Adresse in DE behalten, nicht dabei sind.
Damit bleibt die Lage in DE doch weiterhin relativ ruhig, der Masse geht es offenbar noch immer zu gut, was keinesfalls zynisch gemeint ist. Es verhindert jedoch ein schnelleres Umdenken und Verstehen bei denen, die von sich aus weniger auf Politik schauen, und eher bei Tagesschau & Co. Ihre Informationen beziehen, was noch weniger als Halbwissen ist.
3. Schnellerer Entwicklung bei den BRICS-Staaten in Sachen Handelswährung (Goldbasiert, Gold-konvertierbar o.a.), was massive Auswirkungen auf Dollar und Euro haben würde, damit unserer Wirtschaft/Schuldenpolitik, und die Geopolitik umkrempeln würde.
4. Eine schnellere Beendigung des Ukraine-Krieges.
Im Umkehrschluss bedeutet das, es wird 2026 spannend. Ich gehöre ganz sicher nicht zu denen, die auf diversen YouTube-Kanälen die ständigen Verlautbarungen des nahen Untergangs verfolgen, oder gar gutheißen. Doch ganz sicher stehen große Umwälzungen an, egal von welcher Seite wir die Welt betrachten. Und sie müssen kommen, ein weiter-so ist vollkommen ausgeschlossen, und das in allen Bereichen.
Das ist der Übergang zu meinem heutigen Thema – Veränderungen, Erwartungen, Enttäuschungen, Abwarten, Handeln.
Ich gehöre zu einer Generation – Jg. 59 – die den Aufstieg nach dem Krieg mitbekommen haben, wir in der DDR nur teilweise, aber dennoch einen Aufstieg, fortgesetzt im ersten Jahrzehnt nach der „Wiedervereinigung“.
Wenn ich im Westen bleibe, wussten wir noch bis etwa 2000, dass aus der Tagesschau weitgehend reale Informationen kamen, von den großen Geheimnissen abgesehen. Und selbst als die größeren Verwerfungen sichtbar wurden, noch nicht für so Viele, aber für mich, war ich überzeugt davon, die könnten innerhalb des Systems mit wieder mehr sozialer Marktwirtschaft statt sozialistisch-globaler Tendenzen, korrigiert werden. Ich habe erst ab ca. 2010-15 richtig begriffen, dass dies eine Illusion sein wird, die Welt sich fundamental ändert, ein Zurück unmöglich sein wird.
Und für viele Menschen, besonders Ältere zw. Jg. 40-60 ist es noch heute so, dass sie zwar registrieren, hier stimmt was nicht, doch sie beziehen ihre Informationen hauptsächlich aus Zeitungen oder dem Fernsehen. Alternative Medien sind ihnen kaum bekannt. Und auch wenn sie etwas ahnen, es herrscht das Denken vor, „es kann nicht sein“, „es war doch immer gut“, „die Regierung betrügt uns doch nicht“, „die Tagesschau sagt doch was anderes“. Ja, ich kann das verstehen, sah ich doch an mir als einem Menschen, der sich immer für Politik interessierte, wie sich Vorstellungen und Sichtweisen manifestiert hatten, der Gedanke daran sehr schwer fiel, zu erkennen, hier stimmt fast alles nicht mehr, was ich mal für richtig erachtete. Statistiken behaupten, genau diese Altersgruppe sei – negativ ausgedrückt – der Steigbügelhalter für Merz gewesen. Sie glaubten, Merz würde sie vom rot-grünen Albtraum befreien, und zu bürgerlichen Tugenden, zu konservativen Elementen zurückführen – was für ein gigantischer Irrtum, wenn auch vorhersehbar!
Eine der wichtigsten und ernüchterndsten Erkenntnisse für Viele muss wohl sein: Der Staat ist nie Dein Freund!
Ungläubig bestaune ich die Duldungsfähigkeit der Deutschen, das ganz intensiv seit dem massiv gescheiterten Corona IQ-Test, was sich über Klimahysterie zur grenzenlose Verschuldung und Deindustrialisierung fortsetzt. Heinrich Manns Untertan lebt fort, sicher ein Aspekt (1).
Die völlige finanzielle Bindung gerade der Mittelschicht an das System, ein weiterer Aspekt (2). Dort wird fast alles opportunistisch gutgeheißen, was diese Regierung treibt, weil man über Schulden für Haus, Wohnung, Auto um jeden Preis an seinen Job gebunden ist, der durch aufmüpfiges Verhalten in Gefahr geraten würde. Diese Mittelschicht (Aspekt 3) hat völlig verinnerlicht, was die 68er wollten, deren Marsch durch die Institutionen war auch ein fataler Marsch in die Mitte der Gesellschaft, was in einer Postmodernen Gesellschaft endete, die jegliche bürgerlichen Werte über Bord warf, die Gesellschaft einebnete, gleichschaltete, Vernunft ausschaltete, nur noch moralisch nach gut und böse ausrichtete, sowie jeder Absurdität und gesellschaftlichen Minderheit überdimensional Raum einräumte. Gleichzeitig wurde damit der Raum für Diskurs massiv eingeengt, was nicht ins Gut-Sein Schema passte, war draußen, wurde rechts eingeordnet, gar zunehmend inflationär als Nazi beschimpft. Diese völlig absurde Entwicklung erreicht gerade ihren Zenit.
Diese Postmodere hat viele Menschen erschreckt, hat sie gar eingeschüchtert, denn sie mussten erkennen, dass eigene Meinung plötzlich Folgen haben konnte, und zwar bisweilen massiv negativ. Das ist ein weiterer wichtiger Aspekt für die Duldungsfähigkeit der Deutschen.
Der entscheidende Aspekt für mich ist jedoch, dass die Mehrheit bis heute nicht erkannt hat, nicht erkennen will oder kann, was um DE herum in den letzten 30 J. geschehen ist, und die Struktur der alten BRD vollkommen auf den Kopf gestellt hat. Dazu habe ich im vorherigen Nov.-Artikel „Quo vadis DE“ einiges geschrieben, weshalb ich hier nicht nochmals ausführlich darauf eingehen will. Nur soviel als Hintergrund-Info für diese Ausführung.
Wirtschaftlich: Dieses Land hat fast nichts mehr mit der BRD vor 1990, in Teilen noch bis 2010 zu tun, die Wirtschaftsstruktur- und Kultur wurde weitgehend amerikanisiert, der Mittelstand drastisch geschrumpft, die soziale Marktwirtschaft fast völlig eingedampft, umgewandelt in eine Art Korporatismus, der Verschmelzung von Konzernen und Politik (Musolini). Am besten ist das an den prekären Arbeitsverhältnissen zu sehen für den Durchschnittsbürger.
Politisch: spätestens nach Kanzler Schröder wurde DE massiv umgekrempelt. Es zählt nicht mehr das politisch gegebene Wort, es zählen kaum noch Wahlresultate. Gewählte Politiker haben immer weniger real zu bestimmen. Sie folgen Richtlinien und Weisungen großer internationaler Organisationen, die von Konzernen finanziert werden, oder gleich direkt Großkonzernen und deren weit verzweigten NGO’s, die heute bis in den Bundestag hinein mitregieren. All diese Strukturen wurden nie demokratisch gewählt, unterliegen keiner nationalen Kontrolle, erst recht nicht dem Wählerwillen. Aus einer breit aufgestellten und durchwachsenen Gesellschaftsstruktur (oben-links, unten-links/mitte/oben-rechts, unten-rechts, wurde eine Sanduhr-Gesellschaft. Die Einheits-Politik oben lässt nur noch ein Rinnsal nach unten laufen, und spaltet das „Unten“ willkürlich nach ihren Gutdünken. Rechts/Links ist dabei nur noch das Futter für die Einfältigen, womit man die eine Seite auf die andere hetzen kann. Die Menschen müssen verstehen, dass es noch nie sehr klug war, aber heute nahezu absurd ist, bei Enttäuschung einfach eine andere Partei zu wählen, und auf Änderung zu hoffen. Alle bisherigen Parteien stellen immer nur eine andere Seite der gleichen Medaille dar, die Unterschiede sind heute marginal, abgesehen von der einzigen echten Alternative AfD.
Gesellschaftlich: Im Zuge dieser politischen Globalisierung wurde und wird die Demokratie ausgehebelt, globale Ziele und „Werte“ bestimmen die Richtung, der gesamte Medienbereich wurde mit viel Geld auf diese Entwicklung aufgegleist, wurde von der 4. Säule der Demokratie zum Systemsprachrohr. Gerade hier sehen wir die gefährlichsten Entwicklungen, zwei vergangene Diktaturen lassen grüßen.
Politiker fallen mit absurden Sichtweisen über Demokratie auf, das GG wird nach Belieben interpretiert, Grundrechte nach Gutsherrenart eingeschränkt, die Meinungsfreiheit massiv eingeschränkt.
Rechtsstaat: Schon lange vor Corona sprachen Richter und Anwälte in DE davon, dass die wichtigste Grundlage des Rechtsstaates in DE nicht gegeben sei – die Gewaltenteilung. Staatsanwälte sind Weisungsgebunden (Innenminister), und selbst Richter sind politischer Beeinflussung ausgesetzt. Damit ist der Rechtsstaat per Definition nicht gegeben.
Seit Corona sahen und sehen wir weiter, wie Richter absurde Urteile fällen, Staatsanwälte Richter ausschalten, der Staat eingreift in Verfahren, Menschen wegen absurder Vorwürfe in Gefängnissen sitzen, bisher gültige Normen bei Untersuchungshaft willkürlich über den Haufen geworfen werden, Menschen über Jahre ohne Anklage in U-Haft sitzen, ganze Einsatztrupps morgens 06.00 vor der Tür von Kritikern stehen, oder gar in die Tür einfallen wegen völlig belangloser „Delikte“, Politiker die Justiz mißbrauchen wegen „Majestätsbeleidigung“ u.v.a.m.
Diese 4 Säulen der Gesellschaft und deren Veränderung sind fundamental. Wer hier nicht bereit ist hinzuschauen, wer nicht bereit ist, zu erkennen, was sich wie verändert hat, wird weder in der Lage zu sein, realistisch zu verstehen, was „da draußen“ in der Welt und in DE geschieht. Wer weiter den "guten alten Medien" vertraut, wird gekniffen sein, denn diese erfüllen nachweislich nicht mehr ihren Auftrag, sie kontrollieren/hinterfragen nicht die Regierung, sie stützen die Regierung bis hin zu absurden Inszenierungen für die Regierung.
Ich sage es noch etwas drastischer. Wer weiterhin die Augen verschließt – alles ist gut - , der wird ein böses Erwachen erleben. Wer nicht hinschaut, wird für sich keine neuen Wege finden, die ihn aus dem zu erwartenden Chaos führen können, wer glaubt, es wird schon alles gut werden, wurde es ja immer, wird bald erkennen müssen, dass dies nichts Vorübergehendes ist. Information ist Hol-Pflicht, keine Bring-Schuld!
Wir stehen nach 80 Jahren Wohlstand und Frieden vor einem System- und Finanzcrash, der es in sich haben wird. Und der kommt nicht von außen, erfundenen neuen Feinden, der ist System-immanent, kommt von innen. Wir können nur hoffen, dass die selbsternannte Elite – sie ist alles andere als elitär, sie stellt eine Dümmsten-Auswahl dar – uns nicht erneut in einen Krieg im Osten führen wird, um das ganze Ausmaß des selbst verursachten Niedergangs zu vertuschen. Kriege waren schon immer ein bewährtes Mittel, um das untergehende System im Sinne der Herrschenden umzuwälzen. Der Ukrainekrieg passt hier übrigens ganz gut ins Schema. Ohne Detailbetrachtung und Ursachen - mit angeblichen "westlichen Werten" hat der Krieg so wenig zu tun, wie Wasser mit Feuer.
Unser politisches System wurde in nur 25 Jahren derart massiv korrumpiert, dass es längst nicht mehr um nur die einzelnen zu verteidigenden Posten geht. Es geht um die Vermeidung der Einsicht durch das Volk, dass dieses System in Gänze korrupt und am Ende ist. Und um diese Erkenntnis zu verhindern, gehen sie bereits über Leichen und werden es noch viel exzessiver tun.
Erst, wenn all das in der Breite der Gesellschaft angekommen sein wird, kann es auch Veränderungen geben. Eine Reform innerhalb des Systems ist fast unmöglich geworden. Dieser korrupte Apparat, DE und EU, wird nichts freiwillig tun, keine relevanten Reformen zulassen, weil es sie unweigerlich fast alle vor Gericht bringen würde. Es wäre unser aller Aufgabe, dieses System zusammen friedlich auf der Straße hinwegzufegen, was mutmaßlich nicht geschehen wird. Das wird dazu führen, dass sich der Zusammenbruch noch etwas verzögert, kommen wird er auf jeden Fall.
Und dann braucht es Menschen, die bereits wissen, was warum passierte, und was zu tun sein wird. Menschen, die sich erst dann verwundert die Augen reiben, so wie es auch am Ende der DDR geschah, werden von den Veränderungen überrollt werden. Sie werden nicht mitgestalten, sie werden gestaltet.
Es gibt dabei keine Grenzen, keine Einschränkungen. Jeder hat seine Möglichkeiten, Niemand ist „zu klein“, zu „unwichtig“. Jeder wird an seinem passenden Platz für viele Bereiche der Gesellschaft gebraucht.
Jeder hat es also in der Hand, ob er Teil der Veränderung sein wird, oder nur Getriebener, damit am Ende wieder Enttäuschter.
Ich werde sicher keine Getriebene sein!
Nur aktives Erkennen und Handeln führt zu Veränderungen.
Sei Teil der Veränderung, und nicht Getriebener!
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